Alle lizenzierten Sportbuchbetreiber klagen gegen das Land Hessen

Alle offiziell lizenzierten deutschen Sportbuchbetreiber haben eine Klage gegen das Land Hessen eingereicht, weil sie der Meinung sind, dass die derzeitigen hochrangigen Beschränkungen ihren Betrieb stark beeinträchtigen.
Die Sportbuchbetreiber in Hessen sind wütend über die Entwicklung des regulierten Glücksspielmarktes. Sie scheinen die Geduld verloren zu haben und verklagen derzeit den Staat in der United lawsuit.

Alle 33 offiziell lizenzierten Sportwettenanbieter haben beschlossen, sich gegen ihren Lizenzgeber, das Land Hessen, zusammenzuschließen und vor Gericht zu ziehen, wo die Beklagte durch das Regierungspräsidium Darmstadt vertreten wird.
Es lässt sich nicht leugnen, dass der deutsche Glücksspielmarkt in einem großen Durcheinander steckt. Offensichtlich ist das schon seit Jahren so, trotz der Versuche, die Situation durch mehr Regulierung und Transparenz der Abläufe zu verbessern.

Der Dritte Glücksspielstaatsvertrag, kurz ISGT, war ein erster Schritt zur offiziellen Regulierung des deutschen Glücksspielmarktes. Der ISGT erschien erstmals 2012, brauchte aber rund sieben Jahre, um verlässliche Realität zu werden. Der vierte Glücksspielstaatsvertrag, auch bekannt als ISTG 2021, wurde im vergangenen Jahr in Kraft gesetzt, in der Hoffnung, die Gesamtsituation zu verbessern. Es ist akut gescheitert.

Obwohl der Dritte Staatsvertrag versucht hat, den deutschen Sportwettenmarkt erfolgreich zu regulieren, wurde er weithin dafür kritisiert, dass er die lizenzierten Sportwettenanbieter im Vergleich zur alternativen EU-Konkurrenz stark benachteiligt.
Deshalb sind die ordnungsgemäß lizenzierten Sportwettenanbieter in Deutschland mit ihrer Geduld am Ende. Laut iGaming Business haben sich alle 33 Sportwettenanbieter, sowohl landbasiert als auch online, zusammengetan, um den Staat zu verklagen, in der Hoffnung, dass dies längst überfällige Änderungen und eine Verbesserung der Situation erzwingen würde.

Sportbuchbetreiber behaupten, der Staat dränge die Spieler zu Offshore-Sites

Obwohl die Begrenzung der Anzahl der Lizenzen, die jedes Bundesland vergeben kann, aufgehoben wurde, führte das Land Hessen weitere Beschränkungen für den Sportwettensektor ein, nämlich In-Play-Wettoptionen und monatliche Ausgabenlimits, die das Wachstum des Glücksspielmarktes behinderten.

Mathias Dahms, der Präsident des Deutschen Sportwettenverbands (DSWV), warnte den Glücksspielmarkt vor In-Play-Beschränkungen, die die Spieler zu alternativen Offshore-Anbietern drängen könnten.
„Man darf nicht vergessen, dass Live-Wetten besonders beliebt sind und rund 60 Prozent aller Wetten ausmachen“, so Dahms im Januar 2020. Er fügte hinzu, dass enttäuschte Spieler sich am ehesten alternativen Angeboten zuwenden und den deutschen Glücksspielmarkt ganz verlassen würden.
Dahms fügte hinzu, dass die deutschen Wetteinnahmen im Jahr 2021 nach Inkrafttreten der neuen Regeln und Vorschriften von dem Rekordwert von 9,3 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 7,8 Milliarden Euro gesunken sind.

Ab dem 1. Juli 2021 wird der bestehende Dritte Staatsvertrag durch einen brandneuen Rechtsrahmen ersetzt, der das Online-Glücksspiel regelt und es Online-Casinos erstmals erlaubt, ihre Produkte bundesweit anzubieten; allerdings beinhaltet der neue Rechtsrahmen ähnlich strenge Regeln und Vorschriften für Sportwetten.
Das ISTG 2021 enthielt auch eine Reihe von restriktiven Bedingungen für Kasinoprodukte, nämlich ein monatliches Ausgabenlimit und eine Begrenzung der Spieleinsätze auf 1 €.

Obwohl Online-Casinos in Deutschland seit 2021 erlaubt sind, wurde bisher nur eine Lizenz für Online-Slots erteilt. Klicken Sie auf diesen Artikel, um zu lesen, dass Mernov MBH der erste offiziell lizenzierte Online-Slot-Betreiber ist, der deutschen Spielern legal Online-Slots anbietet